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Psychologische Berater, Psychologen & Co - Wer macht hier eigentlich was?

In Deutschland sind jedes Jahr in etwa 27,8% der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das entspricht rund 17,,8 Millionen betroffene Personen, von denen pro Jahr nur 18,9% Kontakt zu Leistungsanbietern aufnehmen.

(Zahlen zur Verbreitung psychischer Erkrankungen in Deutschland stammen aus dem DGPPN-Dossier „Psychische Erkrankungen in Deutschland“ 2022.)


Ich bekomme immer wieder mit, das es viel Verwirrung darüber gibt, an wen sich Betroffene wenden könne bzw. über die einzelnen Berufsbezeichnungen. Es kommt oft die Frage auf "An wen soll ich mich wenden, wer darf was & was nicht?".


Ich möchte versuchen mal etwas Licht ins Dunkle zu bringen. Fangen wir doch bei meinem Beruf an.


Das ist in etwa so wie bei der Feuerwehr. Als Psychologische Beraterin versuche ich zu verhindern das ein Brand überhaupt entsteht. Meine Beratung zielt auf eine Verbesserung der Lebensqualität, auf die Zufriedenheit mit dem Leben, sowie der Förderung der Problemlösefähigkeit ab. Zudem biete ich Unterstützung und Hilfestellung in belastenden und schwer zu bewältigenden Lebenskrisen. Ich darf auch nur psychisch gesunde Menschen beraten.


Wenn es dann doch schon etwas qualmt kommen die Psychologen ins Spiel. Sie haben ein Psychologiestudium absolviert und dürfen ohne Zusatzausbildung für Psychotherapie keine psychischen Erkrankungen behandeln. Psychologen dürfen jedoch Beratung oder Coaching für verschiedene Lebensbereiche anbieten, denen keine Erkrankung zugrunde liegt, z.B. bei Schwierigkeiten im Beruf, in Beziehungen oder Lebensfragen.


Die Heilpraktiker für Psychotherapie sind so etwas wie die Freiwillige Feuerwehr. Sie behandeln leichte psychische Störungen wie Ängste, leichte Depressionen oder auch Schlafstörungen. Aber auch Menschen mit schweren Störungsbildern können während des Wartens auf eine notwendige stationäre Behandlung oder auch in Zusammenarbeit mit einem Facharzt deren Unterstützung in Anspruch nehmen.


Eine Psychotherapie ist wie der Einsatz der Berufs Feuerwehr bei einem Großbrand. Dabei werden psychische Störungen behandelt wie, Depressionen, Ängste, Essstörungen, Zwänge oder psychosomatische Erkrankungen. Psychotherapeuten dürfen aber keine Medikamente verschreiben.


Dafür sind Psychiater zuständig. Sie sind wie Brandgutachter. Nach einem Medizinstudium haben sie ihr Staatsexamen gemacht und anschließend eine mehrjährige Weiterbildung absolviert. Der Unterschied zwischen Psychiatern und Psychologen ist also, mal abgesehen von ihrer beruflichen Laufbahn, das sie Medikamente verschreiben dürfen.


Ich hoffe das ich damit die Frage “Psychologische Berater, Psychologen & Co - Wer macht hier eigentlich was?“ etwas beantworten konnte.


Auf Spotify findest du in meinem Podcast "Von heiter bis wolkig - Zwischen Alltagswahnsinn und Life-Balance" auch die passende Folge dazu.

Hör gern rein 🎧.





 
 
 

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